Am 1. Juli beschloss das Parlament des US-Bundesstaates Mississippi, die Flagge der ehemaligen Südstaaten, die sich für die Erhaltung der Sklaverei von den USA abspalten wollten, nach 126 Jahren aus der Flagge des Staates zu entfernen. Am selben Tag wurde in Richmond, Virginia, eine überlebensgroße Statue des ehemaligen Südstaatengenerals Thomas Jackson abgerissen. Bereits einen Monat zuvor hatte die belgische Stadt Antwerpen ein Denkmal für König Leopold II. von Belgien, unter dessen Schreckensregime um 1900 bis zu 10 Millionen Menschen in der belgischen Kolonie Kongo starben, vom Sockel geholt.

Dies- und jenseits des Atlantiks ist seit dem grausamen Mord an dem Afroamerikaner George Floyd eine Debatte darum entbrannt, wie mit solchen verherrlichenden Zeugnissen einer grausamen Vergangenheit umzugehen ist. Das Bewusstsein dafür, dass es nicht richtig sein kann, Personen, die schwerste Verbrechen begangen haben, mit Statuen, Straßennamen und ähnlichem zu ehren, wächst.

In unserer Kreishauptstadt Itzehoe finden sich viele Straßen, die nach Menschen benannt sind, die in der Vergangenheit Großes geleistet haben. Darunter befinden sich demokratische Politiker wie Friedrich Ebert ebenso wie Künstler wie Wenzel Hablik, um nur einige zu nennen. Mitten in Itzehoe aber gibt es eine Straße, deren Namenspate ganz sicher nicht in diese Kategorie fällt, sondern der sich wenigstens ebenso schwerer Menschheitsverbrechen schuldig gemacht hat wie Leopold von Belgien oder sklavenhaltende Südstaatengeneräle. Die Rede ist von der Hindenburgstraße.

Paul von Hindenburg war es, der als Reichspräsident Adolf Hitler am 30.1.1933 zum Reichskanzler ernannte und damit die 12 Jahre der Herrschaft des Unrechts einläutete. Nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 erließ er, gestützt auf seine Notstandsvollmacht, die Verordnung, mit der die Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt wurden und stieß das Tor zur Gewalt- und Willkürherrschaft der Nazis endgültig auf. Einen Monat später unterschrieb er das Ermächtigungsgesetz und sicherte Hitler die absolute Herrschaft auf Dauer. Bis zu seinem Tod im August 1934, über eineinhalb Jahre lang, war Hindenburg das Staatsoberhaupt des Dritten Reiches. Was der NS-Staat bis dahin tat – Folter, Morde, antisemitische Gesetzgebung – geschah in seinem Namen.

Hat diese Person, einer der schlimmsten Verbrecher der deutschen Geschichte, es verdient, dass eine Straße tagtäglich ehrend an ihn erinnert?

Wir, ein Bündnis aus mehreren Verbänden und Organisationen der Itzehoer und Steinburger Jugend, finden: Nein. Deshalb rufen wir dazu auf, einen Prozess einzuleiten, an dessen Ende eine Umbenennung der Straße stehen soll. Was im Moment fast weltweit passiert, muss uns endlich die Augen dafür öffnen, dass wir Menschen wie Hindenburg nicht mehr wie Helden behandeln dürfen.

Wir regen an, dass die Straße stattdessen nach Käthe Riechers benannt werden soll, die in Itzehoe nach dem Zweiten Weltkrieg die AWO federführend wieder aufgebaut hat. Der Ehre mehr wert als Hindenburg ist sie ganz sicher.

Jusos Steinburg – Grüne Jugend Steinburg – Jugendparlament Itzehoe

Rund um das Coronavirus kursieren viele Mythen, die unnötige Angst verbreiten. Wir klären auf, welche Mythen schlichtweg falsch sind. Für Fakten statt Mythen!

Mythos 1: Haustiere sind ansteckend

Dieser Mythos sorgte in China sogar dafür, dass Haustiere eingeschläfert wurden. Derzeit deutet aber nichts darauf hin, dass Haustiere das Coronavirus auf den Menschen übertragen. Gesunde Menschen müssen also nicht den Kontakt zum Tier einschränken.

Die allgemeinen Hygieneregeln sollten aber trotzdem beachtet werden.

Mythos 2: Ibuprofen kann den Verlauf des Coronavirus verschlimmern

Vor einigen Wochen war eine Falschmeldung im Umlauf, laut derer die Uniklinik Wien angeblich vor Ibuprofen gewarnt hatte. Obwohl sich die Uniklinik schnell von der Behauptung distanzierte, empfahl kurze Zeit später auch die Weltgesundheitsorganisation WHO, auf Ibuprofen zu verzichten und stattdessen andere Schmerzmittel, wie beispielsweise Paracetamol, einzunehmen.

Inzwischen wurde diese Warnung allerdings zurückgenommen, denn es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für einen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und dem Verlauf einer Coronavirus-Infektion.

Mythos 3: Bleichmittel töten das Virus im Körper ab

US-Präsident Donald Trump spekulierte öffentlich darüber, ob die Injektion von Bleichmitteln wie Chlordioxid gegen das Virus helfen könnte. Zum Glück wurde schnell auf sämtlichen Kanälen vor diesem „Tipp“ gewarnt. Die Injektion von Bleichmitteln ist lebensgefährlich und sollte auf keinen Fall zur Corona-Bekämpfung angewandt werden.

Mythos 4: Corona-Infizierte haben keinen Schnupfen

Obwohl Fieber und trockener Husten hierzulande die häufigsten Symptome für das Coronavirus sind, haben laut der Weltgesundheitsorganisation WHO rund ein Viertel der Betroffenen auch Schnupfen. Von einem Ausschlusskriterium kann also keine Rede sein.

Mythos 5: Hinter den Corona-Maßnahmen steckt eine Weltverschwörung

Laut einiger Verschwörungstheoretiker wurde die Pandemie nur erfunden, um Unsicherheit zu schüren und persönliche Freiheiten einzuschränken. Doch dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege, für das Coronavirus jedoch umso mehr.

Mythos 6: Masken sind eine Gefahr

Die Warnungen, die seit Wochen durch die Sozialen Medien geistern und tausendfach geteilt werden, sind drastisch. Das CO2 sammelt sich darunter und ihre kleine Lunge atmet alles wieder ein, was zu Atemlähmung führt.“ Zudem sammle sich viel Feuchtigkeit in Maske und Lunge, wodurch sich dort gefährliche Keime vermehren würden.

Die Behauptungen sind zu einem großen Teil falsch. Das Robert-Koch-Institut rät, die Masken zu wechseln, wenn sie nach längerem Tragen feucht geworden sind.

Auch bei der Aufnahme von zu viel CO2 kann Entwarnung gegeben werden: Bei gewöhnlichen Stoffmasken entstehe das Problem nicht.

 

Quellen: Campus Charité Mitte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Die Fakten beziehen sich von Aussagen von Folgende Vereine und Parteien! Q-Ärzte für den Frieden, Partei 2020 (Widerstand2020).

Klaudia Bahr, Mitglied bei DIE LINKE Itzehoe sowie Itzehoer Ratsherrin, hielt sich auf Social Media noch nie zurück. Im Laufe der letzten Monate musste man aber aus ihren Äußerungen auf Facebook den Eindruck gewinnen, dass Bahr sich in einer Spirale befindet, die immer tiefer in einen Abgrund aus Verschwörungstheorien und Rechtsextremismus führt.

Die Posts der letzten Tage auf ihrem Facebookprofil – das sie nun gestern auf privat geschaltet hat – bilden dabei einen traurigen Höhepunkt: Es wird behauptet, weltweit würden Kinder rituell ermordet und zu Kosmetik für „Eliten“ verarbeitet. Das erinnert auf schockierende Art und Weise an die Lügengeschichten, die zur NS-Zeit über Jüdinnen und Juden verbreitet wurden, wenn auch Juden bei Bahr nicht ausdrücklich erwähnt werden. Im selben Post – man sehe und staune – wird US-Präsident Donald Trump für sein angebliches Engagement gegen diese fiktiven Machenschaften gedankt. Eine LINKE-Politikerin bedankt sich also bei dem Mann, der in den USA u.a. Flüchtlingskinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern trennen und kasernieren lässt. Zudem wird der christlich-fundamentalistische Sänger Xavier Naidoo, der vor kurzem mit einem ausländerfeindlichen Song schon wieder einen Skandal auslöste und kurz darauf u.a. DIE LINKE – Bahrs Partei – als „neue Nazis“ beschimpfte, bejubelt.

Natürlich ist all das nicht die offizielle Linie von DIE LINKE Itzehoe. Dennoch muss man sich fragen, warum diese mittlerweile fast täglich vorkommenden Entgleisungen bislang keinerlei öffentliche Reaktion der Partei oder ihres Itzehoer Vorsitzenden Ernst Molkenthin nach sich gezogen haben. Ist es der LINKEN egal, wenn von ihren Mandatsträgern antisemitisch gefärbte Verschwörungstheorien und Danksagungen an Rassisten ausgehen? (Stand: 6.4.2020)

 

Ergänzung (16.4.2020): Auf diesen Beitrag hin haben der Ortsverband der LINKEN Itzehoe, der Kreisverband der LINKEN Steinburg sowie Ernst Molkenthin öffentlich ihre Distanzierung von Klaudia Bahrs oben kritisierten Aussagen erklärt. Bahr ist mittlerweile aus der LINKEN ausgetreten.

Beim Kreisparteitag der SPD Steinburg in Heiligenstedten am 29.2.2020 haben wir Jusos die Delegierten auf ganzer Linie von unseren Inhalten überzeugen können: Die Forderung nach einer Senkung der Mehrwertsteuer für Bahnreisen auch im Nahverkehr über 50km auf 7%, die die Jusos zusammen mit dem Ortsverein Kiebitzreihe gestellt hatten, wurde bei nur einer Gegenstimme angenommen. Der Antrag „Mehr wirtschaftliche Bildung wagen!“, der ein verstärktes Thematisieren von wirtschaftsbezogenen Inhalten wie Kapitalmärkten und Zentralbanken im Schulfach Wirtschaft/Politik vorsieht, konnte sich ebenfalls eine knappe Mehrheit sichern.

Aber nicht nur mit eigenen Forderungen waren wir präsent: Mit unseren Änderungsanträgen haben wir das Antragsbuch ordentlich aufgemischt und konnten unter anderem die Forderung nach Informatikunterricht ab der 5. Klasse im Antrag zu Gendergerechtigkeit im Bildungswesen der AsF unterbringen und die AG60+ überzeugen, unsere Forderung nach einem verstärkten Angebot von Qualifizierungsmaßnahmen seitens der Jobcenter speziell für Arbeitnehmer, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, aufzugreifen.

Wir danken dem großartigen Team der „Erholung“ in Heiligenstedten, das uns wie gewohnt wunderbar versorgt hat und freuen uns darauf, zu sehen, wie sich die Anträge auf dem Landesparteitag in Lübeck am 21.3. schlagen!

Die Anträge findet ihr nun unter der neuen Rubrik Anträge hier auf unserer Website.

Abschlussfoto im Park. Unser Vorsitzender ausnahmsweise am rechten Rand 😉

Die Jusos Steinburg haben am 12.8. auf ihrer Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der neue Vorsitzende ist der alte: Philipp Kehl (21, auf dem Foto ausnahmsweise am rechten Rand unterwegs ;)) aus Westermoor wurde für eine dritte Amtszeit gewählt. „Ich bedanke mich sehr bei euch allen für das Vertrauen“, sagte er im Anschluss an seine Wahl zu den Mitgliedern des Verbandes. „Es hat mir bis jetzt unglaublich viel Spaß gemacht und ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit euch.“ Als Finanzbeauftragter wurde Arne Engelbrecht aus Horst im Amt bestätigt, als Pressesprecher der Lägerdorfer Tim Praez gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende komplettieren, neben dem letztjährigen Pressesprecher David Rex, Philine Krohn, Bastian Beckmann, Tobias Falk und Joshua Klaassen den diesmal achtköpfigen Vorstand.
Auch die Inhalte kamen bei der Mitgliederversammlung nicht zu kurz: Diskutiert wurde über Personaluntergrenzen für die einzelnen Stationen des Itzehoer Klinikums, die nach unserem Willen vom Zweckverband zusammen mit den betroffenen Pflegekräften erarbeitet werden sollen, sowie über ein Verbandsklagerecht für Landes- und Kreisjugendringe, mit dem die gesetzlich festgelegten Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche auch durchsetzbar werden sollen. Bis zum Kreisparteitag der Steinburger SPD im kommenden März sollen konkrete Konzepte vorgelegt werden. Außerdem planen die Jusos für den November eine historische Stadtführung durch Itzehoe zum Thema „100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges und Novemberrevolution“.

Wie kürzlich bekannt wurde, wird die Bahnverbindung Hamburg-Altona – Westerland/Sylt ab Dezember 2016 von der DB Regio betrieben. Das Land Schleswig-Holstein spart im Zuge der Neuvergabe jährlich mehrere Millionen Euro. Wir Jusos sind überzeugt: Dieses Geld muss dringend in Verbesserungen auf der Bahnstrecke investiert werden. (mehr …)

NDR-Satiremagazin „Extra3“ verlost JU-Bierdeckel auf Homepage. Jusos Steinburg verurteilen Partyreihe der CDU-Nachwuchsorganisation. Wilster/Itzehoe – Eine Veranstaltungsreihe der Jungen Union Steinburg sorgte in den letzten Wochen bereits mehrfach für Erstaunen. Am 2. März feierte die JU die erste Party unter dem Motto „Sexy and JU know it“, aufgrund derer die CDU-Nachwuchspolitiker bereits mehrfach in die Kritik gerieten. (mehr …)